Heilmittel

wirken überwiegend äußerlich zur Heilung oder Linderung einer Krankheit auf den Körper ein. Der Heilmittelbegriff wird in den Heilmittel-Richtlinien konkretisiert. Er umfasst persönlich zu erbringende medizinische Leistungen, zum Beispiel Maßnahmen der physikalischen Therapie (zum Beispiel Massagen), Leistungen der Sprachtherapie und der Ergotherapie. Heilmittel können nur bei einer ärztlichen Verordnung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung erbracht werden. Als Zuzahlung sind zehn Prozent der Kosten zuzüglich zehn Euro Verordnungsgebühr zu zahlen.

Durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wird das Vertragsgeschehen flexibilisiert. Über die Einzelheiten der Versorgung, Preise, Abrechnungen und Fortbildungsverpflichtung schließen unter anderem die Krankenkassen Verträge mit den Leistungserbringern. So können sie individuell auf den Versorgungsbedarf eingehen. Die vereinbarten Preise sind jeweils Höchstpreise.

Das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz vom 16. Juli 2015 gibt dem Gemeinsamen Bundesausschuss den Auftrag, bis zum 30. Juni 2016 Richtlinien zur Heilmittelversorgung von Versicherten mit langfristigem Behandlungsbedarf zu erarbeiten. Er hat zu bestimmen, wann ein langfristiger Handlungsbedarf vorliegt, und legt Näheres zum Genehmigungsverfahren fest.

Leistungserbringung, persönliche

§§ 32, 125 SGB V