Arzneimittelabgabe

Die Apotheken sind zur wirtschaftlichen Arzneimittelabgabe verpflichtet. Dies umfasst unter anderem die Pflicht zur Abgabe eines preisgünstigen Arzneimittels im Fall einer Verordnung nach der Aut-idem-Regelung, die Abgabe bestimmter preisgünstiger Importarzneimittel und die Abgabe wirtschaftlicher Einzelmengen, das heißt der jeweils kleinsten Packungsgröße, sofern nicht eine anders lautende Verordnung vorliegt.

Grundsätzlich hat die Apotheke vorrangig ein wirkstoffgleiches Fertigarzneimittel abzugeben, für das ein Rabattvertrag besteht. Besteht keine solche Vereinbarung, hat die Apotheke eines der drei jeweils preisgünstigsten Arzneimittel abzugeben. Näheres regelt ein Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband.

Durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) wird die Abgabe von Einzelmengen bzw. einzelnen Tabletten durch Auseinzelung erleichtert. Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungssetz erlaubt den Apotheken seit 2011 auch ein teureres Arzneimittel abzugeben, wenn es mit dem verordneten in der Wirkstärke identisch und für ein gleiches Anwendungsgebiet zugelassen ist. Die Mehrkosten hat in diesem Fall der Versicherte zu tragen.
 

§§ 129 ff. SGB V 

Arzneimittel-Rabattverträge