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G+G 10/16: Hand(y) aufs Herz - Was Apps den Patienten bringen

Foto: Cover G+G 10/16

Ob Kommunikation mit Freunden, Fahrplanauskunft, Monsterjagd oder Blutdruckkontrolle - ein Leben ohne Smartphone scheint vielen Menschen heute undenkbar. Das haben auch die Anbieter von Gesundheits-Apps entdeckt. Die Zahl dieser Anwendungen steigt enorm. Dr. Kai Kolpatzik, Leiter der Abteilung Prävention im AOK-Bundesverband, gibt in der Oktoberausgabe der G+G einen Überblick, wie sich der Markt für Gesundheits-Apps entwickelt und was passieren muss, damit sie Verbrauchern Nutzen bringen. Und im G+G-Gespräch diskutieren der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Gerd Billen, die Schweizer Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Andrea Belliger, der Medizin-Informatiker Dr. Urs-Vito Albrecht aus Hannover und der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, über Nutzen und Qualität mobiler Anwendungen im Gesundheitsbereich. Weitere Themen in der aktuellen G+G: Was internationale Experten zum Risikostrukturausgleich sagen und wie der Nationale Aktionsplatz Gesundheitskompetenz Gestalt annimmt.

 

"Pflege hat viel Potenzial"

Foto: Prof. Dr. Christel Bienstein

Prof. Dr. Christel Bienstein

Pflegeprofis können mehr als Fieber messen oder Betten machen. Sie haben fundierte Kenntnisse im Wund-, Schmerz und Ernährungsmanagement genauso wie  in der Beratung von Menschen mit Diabetes, Brustkrebs oder Demenz. Und sie übernehmen im Intensivbereich oder der Notaufnahme auch medizinische Funktionen. Deshalb sollte die Politik das Potenzial der Pflegekräfte viel stärker fördern, schreibt Prof. Dr. Christel Bienstein, die Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), im G+G-Einwurf.

"Tapetenwechsel mit Tücken"

Foto: Beitrag Tapetenwechsel mit Tücken

Gute Absicht mit nachteiligen Folgen - auf diese Formel lässt sich die Analyse von Patrick Garre zum geplanten Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) bringen. Garre, Referent in der Abteilung Stationäre Versorgung/Rehabilitation im AOK-Bundesverband, sieht zwar das Bemühen der Bundesregierung, die psychiatrische Versorgung zu verbessern. Doch die vorgeschlagenen Änderungen im Vergütungssystem seien ein "Schritt zurück in die alte Welt der Intransparenz". Denn die Möglichkeiten, Leistungen zu vergleichen, würden beschränkt, und die geplanten individuellen Budgets für stationäre Einrichtung anstelle gleicher Preise öffneten "der Selbstkostendeckung der Krankenhäuser Tür und Tor".