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AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft"

"Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) ist das AOK-Forum für Politik, Praxis und Wissenschaft. G+G erscheint seit Juli 1998 mit Reportagen, Kommentaren, Nachrichten, Fachbeiträgen, Terminen und Interviews - immer aktuell, informativ und engagiert. Elf Mal im Jahr.

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G+G 04/17: Riskantes Versprechen - Schnellere Hilfe versus Sicherheit

Titel: G+G 04/17 - kh

(25.04.17) Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) will bestimmte Medikamente schneller zulassen, insbesondere jene, von denen sich Ärzte Behandlungsoptionen für bisher kaum behandelbare Krankheiten versprechen. Relevante Daten über Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Medikamente sollen auch noch später über nachträgliche Studien gewonnen werden. Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), teilt diese Hoffnung nicht. "Je früher man ein Medikament zulässt, desto weniger weiß man über dessen Nutzen oder möglichen Schaden. Das führt zu mehr Unsicherheit und kann Patienten gefährden", kritisiert Windeler im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft".

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G+G 03/17: Schneller und flexibler zum Psychiater

(27.03.17) Zwischen vier Wochen bis zu einem halben Jahr warten Patienten auf einen Termin in einer psychiatrischen oder einer psychotherapeutischen Praxis. Daten der Krankenkassen deuten darauf hin, dass sich die Dauer einer psychischen Erkrankung damit zumindest um die Zeit, in der ein Patient nicht behandelt wird, verlängert. Der Gesetzgeber hat reagiert und dem Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) im Zuge des Versorgungsstärkungsgesetz 2015 den Auftrag, die Psychotherapie-Richtlinie zu überarbeiten. Die neue Richtlinie tritt am 1. April 2017 in Kraft. In der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) erklärt Birgit Schliemann, Referatsleiterin im AOK-Bundesverband, was sich ändert.

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G+G 02/17: Das dicke Ende im Jahr nach der Wahl

(21.02.17) Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben wird 2017 wegen der guten Arbeitsmarktlage nicht weiter auseinanderdriften. "Spätestens 2018 aber wird eine vollkommen andere Situation eintreten", prognostiziert der Politikchef des AOK-Bundesverbnades, Kai Senf, in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft“ (G+G). Erst "dann schlagen die Mehrausgaben für Ärzte, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel sowie Kliniken vollständig durch", schreibt Senf und warnt: "Die gute Kassenlage entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als auf Sand gebaut.“

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G+G 01/17: Mehr Qualität mit weniger Kliniken

(12.01.17) Knapp 2.000 Krankenhäuser gibt es in Deutschland. 330 würden zur flächendeckenden Versorgung ausreichen. So formuliert es die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einem Thesenpapier. Der Berliner Gesundheitsökonom und Humanmediziner Prof. Dr. Reinhard Busse verteidigt die Aussage im Interview mit dem AOK-Forum „Gesellschaft und Gesundheit“ (G+G) mit Verweis auf die europäischen Nachbarn: „Ob wir uns bei der Krankenhausdichte nun mit Dänemark oder Österreich vergleichen, wir gelangen immer zu einer Zahl von 300 bis 400 Krankenhäusern.“ Busse stützt damit Forderungen des AOK-Bundesverbandes nach Strukturreformen in der stationären Versorgung. „Ich möchte nicht mehr Rechnungen bezahlen müssen für Eingriffe in Einrichtungen, die keine Qualität liefern", sagt Vorstandschef Martin Litsch in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams). Titelthema der Januarausgabe sind die Auswirkungen der Finanzkrise auf das griechiosche Gesundheitssystem.

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Jahrgang 2016

G+G 12/16: Von Chemotherapien und Heiratsanträgen

(22.12.16) Jedes Jahr sterben in Deutschland 860.000 Menschen, 70 Prozent von ihnen im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung. Hinter den blanke Zahlen und Fakten stecken Freud und Leid gleichermaßen. Geschichten großer Trauer und kleiner Lichtblicke. Silvia Dahlkamp hat sie für die Dezemberausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) aufgeschrieben. Die G+G-Reporterin und die Fotografin Maria Feck haben Seelsorgerinnen und Seelsorger bei ihrer Arbeit auf der Krebsstation der Uniklinik Hamburg Eppendorf begleitet und mit Patienten gesprochen. Außerdem geht es in der G+G 12/16 um die "Zweite starke Halbzeit". Nie zuvor trieben ältere Menschen mehr Sport, waren sozial besser eingebunden und hatten weniger gesundheitliche Einschränkungen als heute. Aber auch nicht alle.

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G+G 11/16: "Selbstverwaltung braucht Spielräume"

(16.11.16) Der neue Präsident des Bundessozialgerichts, Professor Rainer Schlegel, schlägt eine Bresche für eine agile und möglichst unabhängige Selbstverwaltung in der Sozialversicherung. Der Bundesregierung rät er, die Handlungsspielräume nicht über Gebühr einzuschränken. "Die Frage wird sein, wie die Politik mit den zusätzlichen Aufsichtsrechten umgeht", sagt Schlegel im Interview mit der Novemberausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). "Hier könnte Maß halten sinnvoll sein." Das Bundeskabinett berät am Mittwoch (16.November) über den Entwurf eines  Selbstverwaltungs-Stärkungsgesetz. Es sieht vor, in einzelnen Bereichen die Kontrollrechte der Regierung auszubauen. Weiteres Thema der aktuellen G+G: Reformbedarf  bei der Krankenversicherung für kleine Selbstständige.

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G+G 10/16: Was bringen die Gesundheits-Apps?

(25.10.16) Bessere Prävention, schnellere Diagnose, größere Therapietreue - Gesundheits-Apps verbreiten sich schnell und versprechen viel. Ob sie den Patienten tatsächlich nutzen und wie sich die Qualität der Gesundheits-Apps sichern lässt, darüber diskutieren in der Oktoberausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) Fachleute für Medizin, Kommunikation, Verbraucherschutz und Krankenversicherung. Weiteres Thema aus der aktuellen G+G als Leseprobe: die geplanten Änderungen in der psychiatrischen Versorgung - ein "Tapetenwechsel mit Tücken".

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G+G 09/16: Von schwachen Stärkungsgesetzen und Placebo-Reformen

(26.09.16) Der deutsche Patentmarkt erweist sich im europäischen Vergleich als besonders teuer. Der Arzneiverordnungs-Report 2016 bestätigt diesen Trend. Die Herausgeber des Reports fordern konkrete Schritte gegen die Hochpreispolitik. Doch der AOK-Bundesverbandes sieht das geplante Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG) dazu nicht in der Lage. Das aktuelle AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) bietet eine umfassende Analyse des AM-VSG. Mit einem weiteren Stärkungsgesetz will die Große Koalition die Hilfs- und Heilmittelversorgung reformieren, auch da, wo es nicht unbedingt nötig ist. Außerdem Thema der G+G-Septemberausgabe: Die schleppende Umsetzung der Klinikreform.

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G+G 07-08/16: Von verkrusteten Klinikstrukturen und deren Ende

(21.07.16) Nicht nur Frauen werden den Medizinbetrieb über kurz oder lang erheblich verändern. Davon ist Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer überzeugt. "Teilzeitarbeit muss auch für Oberärzte möglich sein", lautet das Credo der neuen Präsidentin des Weltärztinnenbundes. Im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) spricht sie über alte Hierarchien und neue Berufsbilder. "Viele Ärztinnen und Ärzte wollen heute nicht dauernd mehr als 40 Stunden arbeiten", sagt die Medizinerin und Chemikerin . "Dem Chefarzt alter Garde würden die heutigen Ärztinnen davonlaufen." Außerdem in der G+G-Sommerausgabe: Vom Fluch und Segen der Krebsfrüherkennung.

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G+G 06/16: Kritik am Morbi-RSA empirisch nicht belegbar

(22.06.16) Der Präsident des Bundesversicherungsamts (BVA), Frank Plate, warnt vor übereilten Änderungen am morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA). "Es hilft nur eine genaue wissenschaftliche Betrachtung der Konsequenzen möglicher Änderungen", sagte Plate im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Der BVA-Chef rechnet frühestens Ende 2017 mit weiteren empirischen Ergebnissen. Die Aussage, dass Kassen mit hoher Krankheitslast systematisch zu viel Geld zugewiesen bekommen oder ganze Kassenarten benachteiligt seien, stützt Plate nicht. "Wir verfügen aber über sämtliche Daten und können daher solche Aussagen häufig empirisch nicht nachvollziehen."

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G+G 05/16: Heim oder Home? – Die demenzielle Gretchenfrage

(27.05.16) Ältere Menschen mit Demenz ziehen deutlich häufiger in ein Pflegeheim um als ältere Menschen ohne Demenz. Fünf Jahre nach der Diagnose ist etwa die Hälfte, acht Jahre danach lebt nur noch jeder zehnte Demenzkranke zu Hause. Ob Menschen mit Demenz zu Hause von ihren Angehörigen besser betreut oder in einem Pflegeheim damit hat sich eine Studie in acht europäischen Ländern befasst. Die Gesundheitsweise Prof. Dr. Gabriele Meyer präsentiert und kommentiert in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) das überraschende Ergebnis.

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G+G 04/16: Der Patient – Mehr als ein medizinisches Objekt

(20.04.16) Nur 30 bis 40 Prozent der Medizinstudierenden interessieren sich für mehr als die naturwissenschaftliche Seite der Medizin. Das ist die Erfahrung von Professor Heinz-Peter Schmiedebach. Er ist der erste Professor für Medical Humanities in Deutschland. Dahinter verbirgt sich der kulturelle und soziologische Aspekt der Medizin. "Kunst und Kultur gehören in die Medizin", bekennt der Medizinethiker. Schmiedebach lehrt seit Mitte 2015 an der Charité in Berlin. Im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaf" (G+G-) plädiert er für einen umfassenderen Blick auf die Medizin, zum Nutzen der Patienten.

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G+G 03/16: Verstehen, was wir nehmen

(22.03.16) Beipackzettel von Medikamenten sollen verständlicher werden. Umfrageergebnisse zeigen, dass jeder dritte Patient die Inhalte der Packungsbeilagen nicht versteht. Auf Vorschlag der saarländischen Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat der Bundesrat am Freitag (18. März) einen Entschließungsantrag verabschiedet. In der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" erläutert Bachmann, worum es ihr konkret geht und bezieht sich ausdrücklich auf eine Initiative des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

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G+G 02/16: Teuerste Regierung aller Zeiten

(18.02.16) Der AOK-Bundesverband rechnet unter der Großen Koalition mit einem Ausgabenanstieg im Gesundheitswesen von insgesamt bis zu mehr als 40 Milliarden Euro. Das Reformpaket von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe würde damit so teuer wie keines zuvor. Im Wahljahr 2017 müssten die Krankenkassen voraussichtlich zwischen 17 und 20 Milliarden Euro über Zusatzbeiträge finanzieren, schreibt Kai Senf, Politikchef des AOK-Bundesverbandes, in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft". Senf hat das Reformpaket von Union und SPD nach gut der Hälfte der Wahlperiode unter die Lupe genommen.

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G+G 01/16: Alles aus Zucker

(27.01.16) Mehr als ein Drittel aller Bundesbürger glaubt, dass ihr Zuckerkonsum gesundheitsschädlich ist. Fast doppelt so viele meinen sogar, dass Zucker süchtig machen kann. Allerdings wissen knapp zwei Drittel der Befragten ebenso wenig, wie viel Zucker sie täglich essen. Das ist Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Das Fatale: Auch Lebensmittel mit gesundem Image sind häufig sehr süß. Dr. Kai Kolpatzik, Abteilungsleiter Prävention im AOK-Bundeverband dringt in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) auf eine Strategie für weniger Zucker in Deutschland. In der Titelgeschichte äußert Professor Dr. Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), einige "Wünsche für den Wettbewerb" aus Anlass von 20 Jahren freie Kassenwahl.

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Jahrgang 2015

G+G 12/15: Martin Litsch - "Wir brauchen eine Antwort auf den Sovaldi-Effekt"

(10.12.15) Die Gesundheitspolitik braucht schnell wirksame Preisinstrumente bei innovativen Arzneimitteln. Mit Blick auf neue Krebsmedikamente und angekündigte Innovationen zur Behandlung von Demenz warnt der designierte Vorstandschef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, vor Kostendimensionen mit systemsprengender Wirkung. "Ein Jahr lang nach Markteinführung kann der Hersteller nach wie vor Mondpreise verlangen", kritisiert Litsch im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) die entscheidende Lücke im Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG). Das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi sei ein Beleg dafür.

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G+G 11/15: Niedergelassene Ärzte - umstellt von finanziellen Anreizen

(19.11.15) Das Honorarsystem setzt bei Ärzten unbeabsichtigte Anreize für die Behandlung von Patienten. Es gebe Belege dafür, dass sich Mediziner von monetären Aussichten statt von ihrer Berufsethik leiten ließen, schreibt Stephan Feldmann, Experte für Vergütung in der Abteilung Ambulante Versorgung des AOK-Bundesverbandes, in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Veränderungen in der Vergütung beeinflussten die Erbringung ärztlicher Leistungen. Gesundheitsökonomen seien sich hier weitgehend einig. Feldmann plädiert für ein Honorarsystem, das auf heilberufliche Motivation setzt.

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G+G 10/15: Plädoyer für neue Wege in der Pflegeausbildung

(22.10.15). Nicht nur eine Pflegereform, sondern eine Berufsreform der Pflege ist überfällig. Davon ist Prof. Dr. Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (dip)überzeugt. Der deutsche Sonderweg müsse beendet werden. "Alle ernstzunehmenden Studien und Modellprojekte zeigen, dass bei Basisqualifizierung mit anschließender Spezialisierung alle gewinnen", sagt der Pflegeforscher im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Hintergrund: Bund und Länder wollen die bislang getrennten Pflegeausbildungen zusammenlegen. Weiteres Thema in der Oktoberausgabe: Die erste Zuwanderergeneration kommt ins Rentenalter.

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G+G 09/15: Manser im G+G-Interview - Bei Patientensicherheit noch nicht Spitze

(16.09.15) Beim Thema Patientensicherheit hat sich in Deutschland bereits viel getan. Doch "ist von einer neuen Fehlerkultur leider noch wenig zu spüren". Dieses Zwischenfazit zieht Prof. Dr. Tanja Manser anlässlich des ersten Internationalen Tags der Patientensicherheit am 17. September in der Septemberausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Manser, Direktorin des Instituts für Patientensicherheit des Universitätsklinikums Bonn, plädiert dafür, den Aspekt Patientensicherheit zu einem Bestandteil in der Ausbildung der Gesundheitsberufe zu machen. Denn es gehe dabei "um einen echten Kulturwandel", so Manser im vorab veröffentlichten G+G-Interview.

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G+G 07-08/15: Klinikreform - Arbeitsteilung bringt Effizienz und spart Geld

(28.07.15). Nicht jede Klinik muss jede Leistung erbringen können. Das findet das jüngste Mitglied im Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen, Professor Jonas Schreyögg.  Das gelte insbesondere für kleine Kliniken auf dem Land. "Schwere Schlaganfälle zum Beispiel sollten ländliche Kliniken nicht behandeln", sagt der 39-jährige Gesundheitsweise aus Hamburg in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Sie sollten die Patienten stabilisieren und dann per Hubschrauber in benachbarte Spezialkliniken ausfliegen. Die Bundesländer fordert Schreyögg auf, die Chancen der Reform nicht verstreichen zu lassen. "Jetzt kriegen die Länder neuen Spielraum bei der Klinikplanung. Den nicht zu nutzen, wäre fahrlässig.“

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G+G 06/15: Schwesig mahnt bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf an

(22.06.15) Flexible Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig der Schlüssel für mehr Lebensqualität. Dabei hat die Ministerin nicht nur den Nachwuchs im Blick. "Die demografische Entwicklung führt dazu, dass Gesellschaft und Politik Lösungen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf finden müssen", schreibt die Ministerin in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Schwesig verweist auf die  Neuregelungen des Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, das seit Januar 2015 in Kraft ist. Dazu zählen das Pflegeunterstützungsgeld sowie der Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit. Titel-Thema der Juni-Ausgabe: Die Chancen und Risiken der digitalen Selbstkontrolle.

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G+G 05/15: Arzneimittel – Fantasiepreise und Innovationskrise

(27.05.15) Eine Kosten-Nutzen-Bewertung für Spezialpräparate fordert der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig. Der Onkologe und Chefarzt am Helios-Klinikum in Berlin-Buch sieht die Arzneimittel-Branche in einer Innovationskrise. "Die Pharmaindustrie hat in den letzten 20 Jahren zu wenig in die Grundlagenforschung investiert und sich stattdessen zu oft auf die Herstellung von Arzneien mit nur geringfügig veränderten chemischen Eigenschaften konzentriert", sagt Ludwig in der Maiausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Gleichzeitig kritisiert er die Preispolitik. "Medikamente mit keinem oder geringem Zusatznutzen kosten nicht selten mehr als 50.000 Euro pro Jahr und Patient. Das sind Fantasiepreise."

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G+G 04/15: Wenn die Diagnose vom Zufall abhängt

(21.04.15) Der Nationale Aktionsplan für Menschen mit Seltenen Erkrankungen ist ins Stocken geraten. "Es fehlt an der Umsetzung des Zentrenmodells in das System der gesetzlichen Krankenversicherung und einer sektorenübergreifenden elektronischen Kommunikation zwischen den Leistungserbringern", kritisiert Dr. Andreas Reimann, Vorsitzender der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE), in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Das Problem: Die meisten Seltenen Erkrankungen betreffen nur wenige hundert Menschen in Deutschland. Der ohnehin spärliche Sachverstand müsse deshalb in interdisziplinären und multiprofessionellen Zentren gebündelt werden. "Allzu oft ist die Behandlung von Patienten mit Seltenen Erkrankungen vom Zufall gekennzeichnet", so Reimann.

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G+G 03/15: Versorgungsstrukturen wie im Mittelalter

(18.03.15) Die starren Sektorengrenzen sind die größte Schwäche der medizinischen Versorgung in Deutschland. Dieses Fazit aus eigener Erfahrung zieht der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Köhler, in der Märzausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Köhler hatte im Herbst 2013 einen Herzinfarkt erlitten. "Wir forschen über alles Mögliche, aber primitive Dinge wie die Übergänge zwischen Praxis und Klinik funktionieren nicht", kritisiert Köhler im G+G Interview. Die Abstimmung der Versorgungsprozesse verharre im Mittelalter. Köhler fordert den Ausbau der Versorgungsforschung: "Wir müssen das endlich mal lernen."

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G+G 02/15: "Pflege braucht einen Qualifizierungs-Schub"

(24.02.15) Der Krankenstand in der Pflege lag 2014 rund 30 Prozent höher als in vergleichbaren Berufen. "Wir dürfen Frauen und Männer im Umgang mit Leben, Leiden, Krankheit und Tod nicht allein lassen", sagt die Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie an der Berliner Charité, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, im Gespräch mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Zur körperlichen Belastung kämen die emotionalen Herausforderungen, ergänzt der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann. Zusammen mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, und der Pflegeunternehmerin Ute Schulz diskutieren die beiden in der Februarausgabe von G+G über gesellschaftliche Anerkennung und bessere Führungskräfte in der Pflege.

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G+G 01/15: IQTiG-Chef Veit: Rote Karte nur für Qualitätsmuffel

(14.01.15) Die Qualität in Kliniken und Arztpraxen sektorenübergreifend zu messen und auch für Patienten vergleichbar zu machen - so sieht Dr. Christof Veit, Leiter des neuen Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG), die Hauptaufgabe des IQTiG. Im Interview mit dem AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) beschreibt Veit, welche Bereiche das Institut als erstes angehen wird. Er rechnet mit einem Team von 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen ein jährlicher Etat von zehn bis 14 Millionen Euro zur Verfügung stehen wird. Rote Karten werde es nur für "Qualitätsmuffel" geben. Ab 2017 will er im Internet "fundierte und vergleichbare Informationen zur Versorgungsqualität in bestimmten medizinischen Bereichen" präsentieren, so Veit in dem vorab veröffentlichten Interview in der Januarausgabe der G+G.

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