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Dossierstempel

Krankheiten früh erkennen – die Prävention nach Paragrafen 25 und 26 SGB V

Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden

Mammographie Screening - kh

Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten richten sich an augenscheinlich gesunde und beschwerdefreie Menschen. Durch die Früherkennung soll eine Krankheit oder ihre Vorstufen entdeckt werden, bevor sie Beschwerden auslösen. Gesetzlich Versicherte haben unter anderem Anspruch auf regelmäßige Leistungen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-, Nierenerkrankungen und Diabetes mellitus (sog. "Check-up") sowie von bestimmten Krebserkrankungen. Seit 2008 können die Krankenkassen ihren Versicherten für regelmäßige Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen einen Bonus gewähren.

Früherkennungsuntersuchungen gibt es auch für Schwangere, Neugeborene und Kinder. Gegenüber denen bei Erwachsenen sollen Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern Entwicklungsverzögerungen oder -gefährdungen rechtzeitig aufzeigen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Frühbehandlung oder Frühförderung einleiten. Bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres haben Kinder Anspruch auf zehn entsprechende Untersuchungen (U1 bis U9, inklusive U7a), nach Vollendung des zehnten Lebensjahres auf eine weitere Untersuchung (J1) zur Früherkennung von Krankheiten, die ihre körperliche oder geistige Entwicklung gefährden könnten.

Die inhaltliche Ausgestaltung der Früherkennungsuntersuchungen ist Aufgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses, des obersten Beschlussgremiums der gemeinsamen Selbstverwaltung von Krankenkassen und Leistungserbringern.

Früherkennungsuntersuchungen im Überblick - pdf

Früherkennungsuntersuchungen im Überblick - pdf
Eine Auflistung der Früherkennungsuntersuchungen zum Download