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Dossierstempel

Prävention

Prävention in den Lebenswelten (Verhältnisprävention)

Setting-Ansätze in der Prävention setzen darauf, die Gesundheitsförderung in die Lebenswelten der Menschen zu tragen, in denen sie einen großen Teil ihrer Zeit verbringen und die sich auf ihre Gesundheit auswirken. Zu solchen Settings gehören beispielsweise der Wohnort oder die Schule beziehungsweise - im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung - der Arbeitsplatz. Die sogenannte Verhältnisprävention ist dementsprechend auf die jeweiligen Gegebenheiten und das soziale Umfeld abgestimmt.

Im Zentrum stehen dabei soziale, ökonomische, organisatorische und technische Bedingungen in den jeweiligen Lebensbereichen - konkret zum Beispiel Maßnahmen zur gesunden Ernährung in der Schule, zur Verringerung von Stress am Arbeitsplatz oder Programme zur Verhinderung von Suchterkrankungen in bestimmten sozialen Schichten.

Die Gesundheitsförderung in den Lebenswelten gilt als besonders erfolgversprechend, weil diese an den Gewohnheiten und Werten der jeweiligen Menschen ansetzt. Gesundheitsrelevante Rahmenbedingungen werden dabei gezielt unter Einbeziehung und Mitwirkung der Betroffenen verbessert. Mit über 38 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen 2015 die Präventionsansätze in den Lebenswelten unterstützt, wie der Präventionsbericht 2016 belegt. Rund 2,5 Millionen Menschen - insbesondere in sozialen Brennpunkten - konnten damit erreicht werden. Knapp zwei Millionen, also fast 80 Prozent davon, profitierten dabei von AOK-Maßnahmen. Von den insgesamt über 24.400 Settingmaßnahmen fördert die AOK fast 80 Prozent und trägt mit gut 26 Millionen Euro fast 70 Prozent der Kosten. Zu den AOK-Projekten zählen beispielsweise das JolinchenKids-Programm, dessen Ziel es ist, die Gesundheit von Kindern bis zu sechs Jahren im Kindergarten zu fördern, der Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen "Be smart don´t start" oder vielfältige Projekte der betrieblichen Gesundheitsförderung.
 

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