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Dossierstempel

Prävention - fit für die Zukunft

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Viele Krankheiten sind nicht angeboren, sondern werden erst im Laufe des Lebens erworben. Oftmals kann diesen Erkrankungen vorgebeugt beziehungsweise ihr Verlauf zumindest durch geeignete Maßnahmen abgemildert werden. Entsprechend gehört die Prävention neben der Behandlung, der Rehabilitation und der Pflege zu den vier Säulen im deutschen Gesundheitswesen. Ihr Ziel ist es, Krankheiten zu verhindern oder eine Verschlechterung des Gesundheitszustand zu vermeiden. Abhängig von dem Zeitpunkt, wann die Maßnahmen der Prävention zum Einsatz kommen, lassen sie sich der Primär-, Sekundär- oder Tertiärprävention zuordnen:

  • Die Primärprävention setzt bei gesunden Menschen an und soll die Ursachen von Erkrankungen bekämpfen.
  • Im Rahmen der Sekundärprävention sollen Krankheiten möglichst früh erkannt und durch gezielte Behandlungen geheilt oder an einem Fortschreiten gehindert werden.
  • Die Tertiärprävention hingegen hat das Ziel, Folge- und Spätschäden eines bereits eingetretenen Leidens zu verzögern, zu begrenzen oder zu verhindern.

Ebenfalls unterschieden werden verhaltensbezogene und verhältnisbezogene Maßnahmen der Prävention. Die Verhältnisprävention soll Gesundheitsrisiken durch die Gestaltung der Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen mindern. Die Verhaltensprävention hingegen verfolgt das Ziel, Krankheitsrisiken durch das Beeinflussen des individuellen menschlichen Verhaltens abzubauen - etwa durch Aufklärung und Beratung.

AOK ist Vorreiter in der Prävention

Prävention wirkt - auch weil sich die gesetzlichen Krankenkassen mit Engagement und finanziellen Mitteln für die Vorbeugung und Vorsorge einsetzen. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zählt die AOK mit ihrem Engagement seit langem zu den Vorreitern. 2015 erreichte die Gesundheitskasse rund 5,5 Millionen Menschen mit ihren Präventionsangeboten. Per Gesetz ist festgelegt, wie viel Geld die gesetzlichen Krankenkassen pro Versicherten für Prävention aufwenden müssen. Im Jahr 2015 lag diese Vorgabe bei 3,17 Euro. Die AOK investierte im selben Jahr mit 5,42 Euro pro Versicherten weit mehr in die Prävention. Mit dem 2015 verabschiedeten Präventionsgesetz wurde der Betrag für 2016 auf sieben Euro je Versicherten erhöht. Davon sollen jeweils zwei Euro auf Leistungen zur Prävention in Lebenswelten wie Schulen oder KiTas und zur betrieblichen Gesundheitsförderung entfallen.

Mit dem Präventionsgesetz wurde erstmals ein verbindlicher Rahmen für die Gesundheitsvorsorge abgesteckt. Damit sollen nach dem Willen des Gesetzgebers die Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten der Bürger weiter gestärkt, die Leistungen der Krankenkassen zur Früherkennung von Krankheiten weiterentwickelt und das Zusammenwirken von Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) und Arbeitsschutz verbessert werden.

Informationen zur Präventionsarbeit der AOK und der GKV