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Erstmals Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Geburtskliniken veröffentlicht

Schwangerschaft

(01.03.17) Die AOK veröffentlicht in ihrem Krankenhausnavigator erstmals Ergebnisse zur Zufriedenheit mit Geburtskliniken. Befragt wurden Mütter, die vor kurzer Zeit ihr Kind bekommen haben. Zum Start sind unter www.aok.de/krankenhausnavigator die Ergebnisse von hessischen Kliniken abrufbar; weitere Regionen sollen in den nächsten Monaten folgen. Schon seit November 2011 befragen AOK und Barmer ihre Versicherten im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt zu den Erfahrungen, die sie in der Klinik gemacht haben. Mit einem Fragebogen, der vom Kooperationspartner Weisse Liste speziell für diesen Zweck entwickelt worden ist, wird diese laufende Befragung nun auch auf die Geburtsabteilungen der Kliniken ausgedehnt. 

In Hessen wurden bislang rund 34.000 Frauen anonym befragt. Die Wöchnerinnen erhalten von der AOK Hessen und von der Barmer frühestens sechs Wochen nach der Entlassung einen Fragebogen zur Zufriedenheit mit der ärztlichen Behandlung sowie zur Betreuung durch die Hebammen und Pflegekräfte. Außerdem geht es in dem Fragebogen um die Schmerzbehandlung während und nach der Entbindung, die Sauberkeit der Klinik, die Essensversorgung, die Räumlichkeiten und die Organisation der Entlassung. Abschließend wird nach der Bereitschaft gefragt, die Klinik weiterzuempfehlen. Die ersten Ergebnisse aus Hessen deuten auf eine große Zufriedenheit der Frauen hin: 82 Prozent der Befragten würden die Klinik, in der sie entbunden haben, ihrer besten Freundin weiterempfehlen. Allerdings zeigen sich im Detail deutliche Unterschiede zwischen den hessischen Geburtsabteilungen. So schwankt die durchschnittliche Weiterempfehlungsbereitschaft der befragten Frauen je nach Klinik zwischen 61 und 96 Prozent. Die Detailergebnisse für die einzelnen Kliniken werden unter www.aok.de/krankenhausnavigator veröffentlicht.

Die Befragung von AOK und Barmer findet auf Basis des sogenannten Patients' Experience Questionnaire (PEQ) der Weissen Liste statt. Bislang wurden bundesweit knapp 5,2 Millionen Versicherte mit dem allgemeinen PEQ-Fragebogen angeschrieben; 2,1 Millionen von ihnen haben geantwortet. Damit handelt es sich um die größte Patientenbefragung in Europa.