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Neuer Personalschlüssel auf Frühchenstationen

(03.01.17) Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat die im Januar 2017 in Kraft getretenen Pflegepersonalschlüssel in Frühchenstationen flexibilisiert. Demnach gilt weiterhin, dass auf sogenannten neonatologischen Intensivstationen von Perinatalzentren jederzeit mindestens eine Kinderkrankenpflegekraft je intensivtherapiepflichtigem Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm verfügbar sein muss. Bei Frühgeborenen, die einer intensiven medizinischen Überwachung bedürfen, soll eine Pflegekraft pro zwei Neugeborenen vorhanden sein. Für Einrichtungen, die aufgrund von Personalengpässen diese Vorgabe nicht erfüllen können, hat der GBA eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2019 eingeräumt. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Zentrum auf Landesebene eine Zielvereinbarung abschließt.

Mit dem Beschluss hat der GBA auf einen Antrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) reagiert. Die neue Regelung sieht zudem vor, dass in sogenannten Level-1-Zentren 40 Prozent und in Level-2-Zentren 30 Prozent der Mitarbeiter des Pflegedienstes eine Fachweiterbildung im Bereich "Pädiatrische Intensivpflege" abgeschlossen haben müssen. Die Zentren unterscheiden sich unter anderem darin, wie viele Intensivpflegeplätze sie vorhalten müssen. Auch sollen besondere Risikoschwangerschaften - etwa Mehrlingsgeburten ab drei Kindern - in Level-1-Zentren entbunden werden.

Weitere Infos zur Versorgung von Frühgeborenen im Gesundheitspartner-Portal