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Dossierstempel

Ärztliche Versorgung

Zahlen, Daten, Fakten

Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) waren zum Jahresende 2015 insgesamt 371.302 Ärzte berufstätig, 6.055 oder 1,7 Prozent mehr als Ende 2014. Auf einen berufstätigen Arzt kamen 2015 somit 219 Einwohner; 1990 waren es noch 335 Einwohner pro Mediziner. Im ambulanten Bereich gab es 2015 insgesamt 150.106 Ärzte. Davon waren 120.733 niedergelassen. Der Großteil der Mediziner (189.622) ist im Klinikbereich beschäftigt.

An der vertragsärztlichen Versorgung waren Ende 2015 laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) 167.316 Ärzte und psychologische Psychotherapeuten beteiligt. Diese Zahl setzt sich zusammen aus:

  • 129.442 Vertragsärzten und -psychotherapeuten,
  • 14.295 in Praxen angestellten Ärzten und Psychotherapeuten,
  • 12.897 angestellten Medizinern in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder weiteren Einrichtungen,
  • 9.596 sogenannten „ermächtigten Ärzten“, die beispielsweise in der Klinik arbeiten und aufgrund eines besonderen Versorgungsbedarfs eine Sondererlaubnis zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung haben,
  • und 1.104 Partnerärzten und -psychotherapeuten. Solche Ärzte sind in einem überversorgten und somit für Neuzulassungen gesperrten Gebiet tätig. Sie haben als Partner eines bereits zugelassenen Kollegen in einer Berufsausübungsgemeinschaft (ehemals Gemeinschaftspraxis) eine Sonderzulassung.

Zahl der Vertragsärzte und -psychotherapeuten steigt

Die Zahl der Ärzte und Psychotherapeuten, die ihre Leistungen mit den Krankenkassen abrechnen, hat sich seit 1992 fast verdoppelt. So gab es kurz nach der Wiedervereinigung rund 86.000 Vertragsärzte. 2015 nahmen laut KBV 167.316 Mediziner an der vertragsärztlichen Versorgung teil. Sie rechneten nach Angaben des Statistischen Bundesamts insgesamt 644.218.872 Leisungsfälle mit den Kassen ab,

Ende 2015 gab es laut BÄK insgesamt 170.685 berufstätige Ärztinnen. Mit Blick auf den gesamten ärztlichen Sektor stellten Frauen somit 45,97 Prozent aller Mediziner. Im Krankenhaus lag der Frauenanteil bei 47,4 Prozent (89.937). In der vertragsärztlichen Versorgung hat sich der Frauenanteil in den vergangenen 20 Jahren fast verdoppelt. 2015 waren 44,1 Prozent aller Vertragsärzte und -psychotherapeuten (73.786) weiblich. 1992 waren es lediglich 22 Prozent aller Vertragsärzte.

Anteil der Hausärzte sinkt, Durchschnittsalter steigt

1999 gab es noch 59.290 Hausärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnahmen. Deren Zahl sank bis 2007 auf unter 54.300 und stagniert seitdem. Ende 2015 zählte die KBV 54.385 Hausärzte, 76 mehr als ein Jahr zuvor.

Das Durchschnittsalter der Mediziner nimmt seit 1993 konstant zu: Laut BÄK und KBV waren Vertragsärzte 2015 im Schnitt 53,67 Jahre alt, 1993 lag das Durchschnittsalter bei 46,56 Jahren. Klinikärzte sind im Schnitt jünger als Vertragsärzte: Deren Alter lag 2015 bei durchschnittlich 41,40 Jahren. 1993 waren Krankenhausärzte im Schnitt 38,05 Jahre alt. Die größte Altersgruppe bei Ärzten stellen mit 106.013 die 50- bis 59-Jährigen, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (89.386) und den bis 34-Jährigen (68.681).


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