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Dossierstempel

Ärztliche Versorgung

Zahlen, Daten, Fakten

Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) waren zum Jahresende 2016 insgesamt 378.607 Ärzte berufstätig, 7.305 oder 1,9 Prozent mehr als Ende 2015. Ein Jahr zuvor betrug die Zuwachsrate noch 1,7 Prozent Auf einen berufstätigen Arzt kamen 2016 somit 217 Einwohner; 1990 waren es noch 335 Einwohner pro Mediziner. Im ambulanten Bereich gab es 2016 insgesamt 151.989 Ärzte - 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich ist aber die Zahl der niedergelassenen Ärzte um 0,9 Prozent auf 119.641 gesunken Der Großteil der Mediziner (194.401) ist im Klinikbereich beschäftigt, ein Zuwachs um 2,5 Prozent binnen Jahresfrist.

An der vertragsärztlichen Versorgung waren Ende 2016 laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) 169.866 Ärzte und psychologische Psychotherapeuten beteiligt. Diese Zahl setzt sich zusammen aus:

  • 129.257 Vertragsärzten und -psychotherapeuten,
  • 15.518 in Praxen angestellten Ärzten und Psychotherapeuten,
  • 14.449 angestellten Medizinern in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder weiteren Einrichtungen,
  • 9.604 sogenannten „ermächtigten Ärzten“, die beispielsweise in der Klinik arbeiten und aufgrund eines besonderen Versorgungsbedarfs eine Sondererlaubnis zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung haben,
  • und 1.038 Partnerärzten und -psychotherapeuten. Solche Ärzte sind in einem überversorgten und somit für Neuzulassungen gesperrten Gebiet tätig. Sie haben als Partner eines bereits zugelassenen Kollegen in einer Berufsausübungsgemeinschaft (ehemals Gemeinschaftspraxis) eine Sonderzulassung.

Auch wenn die Ärzteschaft grundsätzlich von der demografischen Entwicklung wie alle anderen Berufsgruppen betroffen ist, steigt seit dem Tiefpunkt 2005 der Anteil der unter 35-jährigen Ärztinnen und Ärzte an. Damals betrug der Anteil 15,4 Prozent, Ende 2016 lag er bei 18,8 Prozent.

Der Anteil der berufstätigen Ärztinnen steigt weiter: Zum Jahresende 2016 zählte die BÄK 175.901 Ärztinnen. Das entspricht einem Anteil von 46,5 Prozent.

Die Zahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist 2016 um zehn Prozent auf 41.658 gestiegen. Die größte Zahl ausländischer Ärzte kommt aus Rumänien (4.285), Griechenland (3.118) und Syrien (2.895) gefolgt von Österreich (2.600).

1999 gab es noch 59.290 Hausärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnahmen. Deren Zahl sank bis 2007 auf unter 54.300 und stagniert seitdem. 2016 verzeichnete die KBV zum zweiten Mal in Folge mehr Hausärzte: 54.881, 496 mehr als ein Jahr zuvor.
 

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