vorlesen

Dossierstempel

Ärztliche Versorgung

Zahlen, Daten, Fakten

Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) waren zum Jahresende 2017 insgesamt 385.149 Ärzte berufstätig, 6.542 oder 1,7 Prozent mehr als Ende 2016. Ein Jahr zuvor betrug die Zuwachsrate noch 1,9 Prozent Auf einen berufstätigen Arzt kamen 2017 somit 214,3 Einwohner; 1990 waren es noch 335 Einwohner pro Mediziner. Im ambulanten Bereich gab es 2017 insgesamt 154.369 Ärzte - 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich ist aber die Zahl der niedergelassenen Ärzte um 1,1 Prozent auf 118.356 gesunken Der Großteil der Mediziner (198.500) ist im Klinikbereich beschäftigt, ein Zuwachs um 2,1 Prozent binnen Jahresfrist.

An der vertragsärztlichen Versorgung waren Ende 2017 laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) 172.647 Ärzte und psychologische Psychotherapeuten beteiligt. Diese Zahl setzt sich zusammen aus:

  • 128.974 Vertragsärzten und -psychotherapeuten,
  • 16.825 in Praxen angestellten Ärzten und Psychotherapeuten,
  • 16.185 angestellten Medizinern in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder weiteren Einrichtungen,
  • 9.517 sogenannten „ermächtigten Ärzten“, die beispielsweise in der Klinik arbeiten und aufgrund eines besonderen Versorgungsbedarfs eine Sondererlaubnis zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung haben,
  • und 1.146 Partnerärzten und -psychotherapeuten. Solche Ärzte sind in einem überversorgten und somit für Neuzulassungen gesperrten Gebiet tätig. Sie haben als Partner eines bereits zugelassenen Kollegen in einer Berufsausübungsgemeinschaft (ehemals Gemeinschaftspraxis) eine Sonderzulassung.

Auch wenn die Ärzteschaft grundsätzlich von der demografischen Entwicklung wie alle anderen Berufsgruppen betroffen ist, steigt seit dem Tiefpunkt 2005 der Anteil der unter 35-jährigen Ärztinnen und Ärzte an. Damals betrug der Anteil 15,4 Prozent, Ende 2017 lag er bei 18,9 Prozent, 0,1 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.

Der Anteil der berufstätigen Ärztinnen steigt weiter: Zum Jahresende 2017 zählte die BÄK 180.497 Ärztinnen. Das entspricht einem Anteil von 46,9 Prozent.

Die Zahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist 2017 um 8,9 Prozent auf 45.370 gestiegen. Die größte Zahl ausländischer Ärzte kommt aus Rumänien (4.505) und Syrien (3.632), gefolgt von Griechenland (3.147), Österreich (2.642) und Russland (2.209).

1999 gab es noch 59.290 Hausärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnahmen. Deren Zahl sank bis 2007 auf unter 54.300 und stagniert seitdem. 2017 verzeichnete die KBV zum dritten Mal in Folge mehr Hausärzte: 55.032, 151 mehr als ein Jahr zuvor.
 

Zur Dossier-Übersicht