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Der Berliner Gesundheitspreis: Ideen finden und fördern

Wettbewerb 2017: Migration und Gesundheit - Integration gestalten

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Von 81 Millionen Einwohnern sind 16,4 Millionen selbst zugewandert oder Kinder beziehungsweise Enkelkinder von Zuwanderern. Viele Menschen aus Krisenregionen suchen und finden bei uns eine neue Heimat.

Für das Gesundheitswesen sind interkulturelle Herausforderungen nicht neu. Es gibt bereits viele gute Ideen. Der Berliner Gesundheitspreis soll dazu beitragen, vorbildliche Initiativen und Projekte bekannt zu machen und schnell in die Praxis zu bringen. Dabei geht es insbesondere um zwei Aspekte: eine gleichermaßen gute Gesundheitsversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund und um mehr Unterstützung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen im Umgang mit den besonderen Anforderungen.

Logos: BGP-Partner

Sprachprobleme und kulturelle Unterschiede sind die Ursachen dafür, dass Menschen mit Migrationshintergrund oft nicht in gleichem Maße von der Gesundheitsversorgung profitieren wie die übrige Bevölkerung. Studien weisen darauf hin, dass sie weniger gut über Früherkennungsuntersuchungen informiert sind, seltener Vorsorgeleistungen in Anspruch nehmen und sich in geringerem Maße körperlich betätigen. Die Folge ist ein vergleichsweise schlechterer gesundheitlicher Allgemeinzustand. Gefragt sind deshalb gezielte Angebote, die kultursensibel dazu beitragen, Sprachbarrieren zu überwinden und die Gesundheitskompetenz zu stärken.

Medizin ist international - wer in einem Gesundheitsberuf arbeitet, hat es nicht nur mit sprachlichen Barrieren zu tun. Neben Kulturunterschieden gilt es, mögliche Zusammenhänge zwischen Migration und bestimmten Erkrankungen zu berücksichtigen. Fachkräften mit eigenem Migrationshintergrund fällt das oft leichter. Sie bereichern dadurch unser Gesundheitswesen. Auch deshalb ist es wichtig, Zugewanderten gute Jobchancen im Gesundheitswesen zu bieten. Entscheidend dafür ist eine schnelle und erfolgreiche berufliche Integration.

Die Pressemitteilung zum Start der Ausschreibung

Bildmaterial zum kostenlosen Download im AOK-Bilderservice

Der Film zur Ausschreibung

Für den Berliner Gesundheitspreis 2017 zum Thema "Migration und Gesundheit - Integration gestalten" werden bundesweit Projekte gesucht, bei denen es vor allem um zwei Aspekte geht: eine gleichermaßen gute Gesundheitsversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund und die Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund in das deutsche Gesundheitssystem. Bis zum 30. November 2016 können Projekte eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an Einrichtungen aller Gesundheitsberufe, Migrations- und Patientenorganisationen, wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen sowie Bildungseinrichtungen, Selbsthilfegruppen, NGOs und ehrenamtliche Initiativen.

Der Berliner Gesundheitspreis 2017 wird in zwei Kategorien ausgeschrieben

Kategorie I - Gesundheitsförderung und -versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund

Wir suchen Projekte, die

  • das Gestalten von Organisationsabläufen und die Patientenansprache in den Einrichtungen der medizinischen Versorgung kultursensibel gewährleisten;
  • gesundheitsbewusstes Verhalten und entsprechende Versorgungsangebote kultursensibel vermitteln und deren Akzeptanz fördern;
  • Zugang zu wissenschaftlich fundiertem, evidenzbasiertem Wissen in verständlicher Sprache anbieten;
  • sich für eine bessere Gesundheitsversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund einsetzen und deren aktive Beteiligung am Gesundheitsprozess unterstützen;
  • im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund gleichermaßen nachhaltige Behandlungserfolge sicherstellen können;
  • sich dafür einsetzen, dass Forschungsergebnisse schnell in die Praxis kommen;
  • Materialien mit kultursensiblen, wissenschaftlich fundierten Gesundheits- und Patienteninformationen bereitstellen, diese gezielt öffentlich zugänglich machen (auch online) und deren Nutzen evaluieren;
  • kulturell geprägte Lebenspraktiken bei der gesundheitlichen Versorgung berücksichtigen;
  • eine kultursensible Patientenorientierung, Zuwendung und Kommunikation schulen.

Kategorie II - Integration von Fachkräften mit Migrationshintergrund

Wir suchen Projekte, die

  • gezielt muttersprachliche Gesundheitsprofessionen einbinden, um Menschen mit Migrationshintergrund schnell und unbürokratisch entsprechende Angebote zu vermitteln;
  • zügig entsprechende Qualifizierung, Fort- und Weiterbildung fördern;
  • wissenschaftlich die Notwendigkeit der Einbindung belegen und die unmittelbare Relevanz für die Versorgung aufzeigen;
  • zügig und mit gut zu bewältigendem Aufwand die Anerkennungen im Ausland erworbener Qualifikationsnachweise ermöglichen;
  • bundeseinheitliche Maßnahmen für eine zeitnahe Integration entwickeln und dazu Modellvorschläge unterbreiten;
  • helfen, sich innerhalb der organisatorischen, strukturellen und juristischen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitssystems zurechtzufinden sowie Service und Netzwerke zur schnellen Orientierung anbieten;
  • den kollegialen Austausch und das Miteinander der Gesundheitsberufe innerhalb der Einrichtungen des Gesundheitswesens erleichtern und unterstützen.

Bewertungskriterien

  • Ziele und deren Umsetzung sind verständlich, nachvollziehbar und aussagekräftig beschrieben.
  • Die sprachliche und kultursensible Verständigung ist Grundlage des Projektes.
  • Kultursensible Strategien zur Gesundheitsförderung werden genutzt.
  • Wissenschaftlich fundierte Ansätze zur Gesundheitsförderung und Behandlung sind berücksichtigt.
  • Menschen mit Migrationshintergrund werden bestärkt und dabei unterstützt, die Angebote der Gesundheitsversorgung zu nutzen.
  • Fähigkeiten und Kompetenzen, gesundheitsrelevante Informationen umzusetzen, werden gefördert.
  • Gleiche Langzeitergebnisse der Behandlung werden sichergestellt.
  • Bürokratische Hürden werden abgebaut.
  • Kollegialer Austausch wird gefördert.

Angesprochen sind zum Beispiel:

  • Einrichtungen aller Gesundheitsberufe
  • Wissenschaft/Universitäten
  • Bildungseinrichtungen
  • Migrationsorganisationen
  • Patientenorganisationen, Selbsthilfegruppen
  • NGOs, ehrenamtliche Initiativen.

Teilnahmebedingungen

Bewerbungen sind in dreifacher Ausfertigung sowie zusätzlich per E-Mail einzureichen. Sie sind mit unterschriebenem Teilnahmeschein einzusenden.

Geschäftsstelle Berliner Gesundheitspreis
c/o AOK-Bundesverband
Rosenthaler Straße 31
10178 Berlin
E-Mail: berliner.gesundheitspreis (at) bv.aok.de

Einsendeschluss: 30.11.2016

Es gilt das Datum des Poststempels / E-Mail-Eingangs.

• Der Umfang des Wettbewerbsbeitrages soll 20 Seiten nicht überschreiten. Die Vorgaben für die Gliederung und das Format sind zu beachten.

Bewerbungsraster für den Berliner Gesundheitspreis 2017

Bewerbungsraster für den Berliner Gesundheitspreis 2017
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Der Teilnahmeschein

Der Teilnahmeschein
zum Download oder zum Ausfüllen, Speichern und Ausdrucken

• Der Teilnehmer erklärt mit seiner Unterschrift auf dem Teilnahmeschein, dass er über die Rechte am eingereichten Wettbewerbsbeitrag verfügt und mit der auszugsweisen Verwertung und Veröffentlichung der eingereichten Arbeit einverstanden ist.

• Der Teilnehmer ist mit der Veröffentlichung seines Namens und von Bilddokumenten im Zusammenhang mit der Teilnahme am Berliner Gesundheitspreis 2017 durch dessen Initiatoren einverstanden.

• Wenn das Projekt auch für andere Wettbewerbe eingereicht wurde beziehungsweise schon einen Preis erhalten hat, ist das der Geschäftsstelle Berliner Gesundheitspreis mitzuteilen.

• Mitarbeiter der Initiatoren des Preises sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Auswahlverfahren

Die Entscheidung über die Preisträger trifft eine unabhängige Jury. Die ersten Preise in den jeweiligen Kategorien sind mit 12.500 Euro dotiert, die zweiten Preise mit je 7.500 Euro und die dritten mit je 5.000 Euro.

Die Jury kann eine andere Aufteilung des Preisvolumens vornehmen. Gegen Entscheidungen der Initiatoren und der Jury ist der Rechtsweg ausgeschlossen.


Mitglieder der Jury

  • Dr. Volker Hansen, Vorsitzender des Aufsichtsrates des AOK-Bundesverbandes
  • Dr. med. Albert Jägl, Oberarzt, DRK Kliniken Berlin
  • Dr. med. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin
  • Rainer Knerler, Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
  • Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
  • Prof. Dr. phil. Doris Schaeffer, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld
  • Prof. Dr. med. Jalid Sehouli, Direktor der Klinik für Gynäkologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Staatssekretär Lutz Stroppe, Bundesministerium für Gesundheit
  • Enrico Triebel, Rechtsanwalt Sozial- und Pflegerecht, Gründungsmitglied des Deutsch-Polnischen Gesundheits- & Sozialverbandes e.V., Lehrbeauftragter an der BTU Cottbus-Senftenberg

20 Jahre Berliner Gesundheitspreis

Seit der erstmaligen Verleihung 1995 hat der Berliner Gesundheitspreis immer wieder Innovationen in der Gesundheitsversorgung angestoßen. Der Film zeigt wichtige Stationen und zieht eine Bilanz der 20 Jahre Berliner Gesundheitspreis.

Der Berliner Gesundheitspreis widmet sich jeweils einem ausgewählten Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Ziel des Innovationswettbewerbs ist es, gute Beispiele hervorzuheben, die Antworten auf die steigenden Herausforderungen an die Patientenversorgung im Krankenhaus geben und eine Blaupause für andere Einrichtungen sein können. Die Entscheidungen über die Preisträger trifft eine unabhängige Jury aus Vertretern von Ärzteschaft, Wissenschaft, Politik und Krankenkassen. Sie legt auch fest, wie die Preisgelder von insgesamt 50.000 Euro verteilt werden.

Ansprechpartner:

Geschäftsstelle "Berliner Gesundheitspreis"
c/o AOK-Bundesverband
Rosenthaler Straße 31
10178 Berlin
E-Mail

Grußwort anlässlich des Jubiläums

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe würdigte die Bedeutung des Berliner Gesundheitspreises für die Entwicklung neuer und innovativer Ideen in der Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Der Berliner Gesundheitspreis im Rückblick

Plakat: Berliner Gesundheitspreis 1995/96 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 1998/99 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2000/01 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2002/03 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2004/05 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2006/07 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2008/09 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2010/11 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2012/13 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2015

Berliner Gesundheitspreis 1995/96

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Berliner Gesundheitspreis 1998/99

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Berliner Gesundheitspreis 2000/01

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