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Welche Aufgaben erfüllt der Gemeinsame Bundesausschuss?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) entscheidet darüber, welche Leistungen gesetzlich Krankenversicherte konkret bekommen sollen. Das Gremium kann also den Katalog der Leistungen, die von den Krankenkassen bezahlt werden, ergänzen oder einschränken. Zum Aufgabenspektrum des GBA gehören unter anderem:

  • der Beschluss von Richtlinien, die für Vertragsärzte, Krankenhäuser, Versicherte und Krankenkassen die einzelnen Leistungen konkretisieren, zum Beispiel in den Bereichen ärztliche und zahnärztliche Behandlung, Früherkennung, Bedarfsplanung, häusliche Krankenpflege und Arzneimittel,
  • über die Zulassung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zur GKV zu entscheiden und
  • Arzneimittelgruppen zu bestimmen, für die Festbeträge festgesetzt werden können.

Dabei soll der Ausschuss vor allem ein Ziel verfolgen: die Qualität der Gesundheitsversorgung zu sichern und zu erhöhen. Unterstützt wird der GBA dabei von dem 2004 gegründeten, fachlich unabhängigen "Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" (IQWiG). Seit 2016 arbeitet außerdem das "Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen" (IQTiG) bei Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zur Darstellung der Versorgungsqualität dem GBA zu.

Zu den ersten Beschlüssen des GBA gehörten das Zusammenstellen einer Liste der erstattungsfähigen rezeptfreien Arzneimittel, Regelungen zum Zahnersatz und die Definition schwerwiegender chronischer Erkrankungen.

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