Krankenhaus: Zentrale Strukturen für mehr Qualität

Aktuelle Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigen, dass die stationäre Versorgung durch zentralere Strukturen verbessert werden kann. Bund und Länder sollten für das Jahr 2025 ein Zielbild entwickeln, schlägt der AOK-Bundesverband vor. "Ein deutlicher Schritt wäre es bereits, wenn zukünftig Kliniken mit mehr als 500 Betten die Regel bilden", sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch bei der Präsentation des Krankenhaus-Reports 2018 am Montag (19. März) in Berlin. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann kündigte an, Nordrhein-Westfalen wolle diesen Prozess "gewinnbringend begleiten".

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Krankenhaus-Report 2018: "Bedarf und Bedarfsgerechtigkeit"

Bei der Krankenhausplanung in Deutschland ist es schon heute möglich, die Klinikstrukturen qualitätsorientiert zu zentralisieren und zu spezialisieren. Das Krankenhaus-Strukturgesetz hat den Bundesländern dafür schon vor zwei Jahren umfangreiche Möglichkeiten eingeräumt. Doch die Länder machen nur zögerlich davon Gebrauch. Deutschlands nördlicher Nachbar Dänemark hat Geld in die Hand genommen und die Klinikstruktur modernisiert.

Welche Schritte Deutschland gehen muss, zeigt auch der Krankenhaus-Report 2018.

Dossiers

Foto: Pflegerin hält die Hand einer älteren Frau

Mit Jahresbeginn 2017 ist die bisher umfassendste Reform der Pflegeversicherung in Kraft getreten: Ein neuer Begriff der Pflegebedürftigkeit stellt nun die Selbstständigkeit des Menschen in den Mittelpunkt und nicht mehr allein seine körperlichen Fertigkeiten. Der Umfang des Hilfebedarfs wird in fünf Pflegegraden anstelle der bisherigen Pflegestufen festgelegt. Auf welche Leistungen Pflegebedürftige jetzt Anspruch haben, was sich für die 2,8 Millionen Menschen, die bisher schon Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben, und deren Angehörige ändert, darüber informiert das Dossier Pflege, unter anderem mit einem Katalog von Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff.

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Foto: Patient im Bett auf Krankenhaus-Gang

Gut ein Drittel der Ausgaben für die medizinische Versorgung der gesetzlich Versicherten entfällt auf den stationären Bereich. Das ist der größte Ausgabenblock der Krankenkassen. Für die knapp 2.000 Krankenhäuser in Deutschland gelten bundesweite Vorgaben bei Planung, Finanzierung, Vergütung und auch bei der Qualitätssicherung, die in der Regel auf Landesebene vertraglich vereinbart und umgesetzt werden. Vor allem bei der Planung und Finanzierung spielen die Bundesländer eine wichtige Rolle. Für welche Bereiche die Länder, für welche die Krankenkassen zuständig sind und wie die Kliniken bezahlt werden, erklärt das Dossier Krankenhaus.

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Patient Arzt Gespräch - stq

Die niedergelassenen Ärzte sind zumeist der erste und wichtigste Ansprechpartner für Patienten. Mehr als 167.000 Vertragsärzte und -psychotherapeuten gehören den 17 regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen an. Die haben den gesetzlichen Auftrag, die ambulante Versorgung sicherzustellen. Für die sogenannte Bedarfsplanung und auch für die Vergütung gibt es bundeseinheitliche Vorgaben. Sie bilden den Rahmen für regionale Vereinbarungen zwischen einer Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen und auch für Einzelverträge.

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Foto: Einnahme von Arzneimittel-Tropfen

Seit Mitte der 1980er-Jahre verzeichnen die gesetzlichen Krankenkassen bei den Kosten für Arzneimittel häufig überdurchschnittliche Ausgabensteigerungen. Deshalb hat der Gesetzgeber immer wieder versucht, durch neue Instrumente den Anstieg zu begrenzen und gleichzeitig die Versorgung der Patienten mit innovativen Medikamenten sicherzustellen. Daher zählt die Arzneimittelversorgung zu den Bereichen mit der höchsten Regelungsdichte.

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»Sektorenübergreifende Versorgung, Digitalisierung, Pflegepersonalbedarf, Qualitätsoffensive, Beitragsgerechtigkeit – das sind die Felder, auf denen wir endlich vorankommen müssen.«

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes,  zum Koalitionsvertrag von Union und SPD 

Gemeinsam weiter - Jahresbericht 2017 des AOK-Bundesverbandes

Jahresbericht 2017 - Titel - kh

Unter dem Titel "Gemeinsam weiter" zieht der AOK-Bundesverband eine Bilanz seiner Tätigkeit insbesondere mit Blick auf die Zusammenarbeit mit den elf AOKs. Gemeinsam seien sie "ein starkes Team, das sich im Wettbewerb erfolgreich für die Interessen der Versicherten einsetzt", so die Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Volker Hansen und Fritz Schösser in ihrem Vorwort. Der Jahresbericht gibt anhand einzelner Projekte und Arbeitsbereiche einen Einblick in die gemeinsame Arbeit der AOKs und ihres Bundesverbandes. Mehr dazu