Litsch: "Kassentektonik hat sich verschoben"

(20.06.16) Der AOK-Bundesverband wirbt für eine Gesamtevaluation des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) durch das Bundesversicherungsamt (BVA). "Dann erst können wir auch sinnvoll über einzelne Vorschläge diskutieren", sagte Verbandschef Martin Litsch im Interview mit der Ärzte Zeitung vom Montag (20. Juni). Die in den vergangenen Wochen vorgelegten Auftragsgutachten seien nicht repräsentativ. "Dass einzelne Krankenkassen im Markt unterschiedlich dastehen, ist normal. Und sicherlich ist es für einzelne Kassenvertreter gewöhnungsbedürftig, dass sich die Kassentektonik verschoben hat", so Litsch weiter.

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»Für einzelne Kassenvertreter ist es sicherlich gewöhnungsbedürftig, dass der Finanzausgleich die Kassentektonik verschoben hat.«

Martin Litsch,  Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, in der Ärzte Zeitung 

AOK im Dialog: Die Zukunft der Arzneimittelversorgung

Foto: Podiumsrunde AOK im Dialog

Bis zur Sommerpause soll der Referentenentwurf für ein Gesetz vorliegen, das die Ergebnisse des Pharmadialogs der Bundesregierung umsetzt. Wie aber kann, wie sollte die Arzneimittelversorgung der Zukunft sichergestellt werden? Darüber diskutierten am Donnerstag (28. April) auf der Veranstaltung "AOK im Dialog" Michael Hennrich, Obmann der Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion, SPD-Fraktionsvize Prof. Karl Lauterbach, Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller, Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, und Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Der Sozialethiker Prof. Friedhelm Hengsbach gab vor den mehr als 100 Gästen im Gebäude des AOK-Bundesverbandes zum Auftakt einen philosophischen Einblick. Mehr dazu

Dossiers

Patient Arzt Gespräch - stq

Die niedergelassenen Ärzte sind zumeist der erste und wichtigste Ansprechpartner für Patienten. Mehr als 167.000 Vertragsärzte und -psychotherapeuten gehören den 17 regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen an. Die haben den gesetzlichen Auftrag, die ambulante Versorgung sicherzustellen. Für die sogenannte Bedarfsplanung und auch für die Vergütung gibt es bundeseinheitliche Vorgaben. Sie bilden den Rahmen für regionale Vereinbarungen zwischen einer Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen und auch für Einzelverträge.

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Foto: Patient im Bett auf Krankenhaus-Gang

Gut ein Drittel der Ausgaben für die medizinische Versorgung der gesetzlich Versicherten entfällt auf den stationären Bereich. Das ist der größte Ausgabenblock der Krankenkassen. Für die knapp 2.000 Krankenhäuser in Deutschland gelten bundesweite Vorgaben bei Planung, Finanzierung, Vergütung und auch bei der Qualitätssicherung, die in der Regel auf Landesebene vertraglich vereinbart und umgesetzt werden. Vor allem bei der Planung und Finanzierung spielen die Bundesländer eine wichtige Rolle. Für welche Bereiche die Länder, für welche die Krankenkassen zuständig sind und wie die Kliniken bezahlt werden, erklärt das Dossier Krankenhaus.

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Foto: Unterstützung bei Körperpflege

In Deutschland können mehr als 2,6 Millionen Menschen wegen Krankheit oder Behinderung die alltäglichen Aufgaben nicht mehr selbstständig meistern. Pflegebedürftigen wird entweder in stationären Pflegeeinrichtungen oder ambulant Hilfe angeboten. Die 1995 eingeführte soziale Pflegeversicherung soll das Risiko der Hilfsbedürftigkeit zumindest teilweise abfedern.

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Foto: Einnahme von Arzneimittel-Tropfen

Seit Mitte der 1980er-Jahre verzeichnen die gesetzlichen Krankenkassen bei den Kosten für Arzneimittel häufig überdurchschnittliche Ausgabensteigerungen. Deshalb hat der Gesetzgeber immer wieder versucht, durch neue Instrumente den Anstieg zu begrenzen und gleichzeitig die Versorgung der Patienten mit innovativen Medikamenten sicherzustellen. Daher zählt die Arzneimittelversorgung zu den Bereichen mit der höchsten Regelungsdichte.

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AOK-Faktenbox zur Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln

Wenn Patienten gut informiert sind, können sie bessere Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen. Hier setzen die AOK-Faktenboxen an. Gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin hat der AOK-Bundesverband komplexe Wissenschaft so aufbereitet, dass auch Nicht-Fachleute die Informationen gut verstehen. Damit Versicherte ihre Entscheidung für oder gegen das Impfen auf Grundlage von gesicherten Fakten treffen.